Pressemitteilung der Bonner Jugendbewegung
Knapp 2000 Menschen stellten sich in Bonn am 22.04.10 gegen Bildungsraub
Bonn – Am Donnerstag, den 22.4. sind in Bonn etwa 2000 Jugendliche auf die Straße gegangen, um für bessere Bildungszustände an Schule und Universität zu kämpfen. Landesweit haben in zahlreichen anderen Städten, wie Köln oder Aachen, ebenfalls tausende Menschen Widerstand gegen das marode Bildungssystem geleistet. Diese Aktionen sind Teil des Bildungsstreiks und sollen vor den kommenden Landtagswahlen auf die katastrophalen Bedingungen für Schüler und Studierende aufmerksam machen, die maßgeblich durch die schwarz-gelbe Bildungspolitik vorangetrieben wurden.
„Es ist erstaunlich, wie stur die CDU an ihrem veralteten, selektiven Bildungssystem hängt und keinerlei Bewegung zeigt. Damit will Sie ein asoziales Vorgehen weiterhin unterstützen, welches beispielsweise Kinder aus ärmeren Familien sowie Migranten ausgrenzt und Ihnen keinerlei Aufstiegsmöglichkeiten bietet.“ so Anton Thun, Pressesprecher der Bonner Jugendbewegung.
Bei den Protesten waren Schüler, Studierende und Azubis vereint in ihrem Kampf für eine gerechtere Bildungspolitik.
Nach der Demo wurde auch eine Fernsehsendung mit Ministerpräsident Rüttgers in der Bonner Innenstadt, die im Contra-Kreis-Theater aufgenommen wurde, von außen blockiert, um dem Mitverantwortlichen zu zeigen, wie unzufrieden die Jugend mit dessen Politik ist. Die Veranstaltung wurde durch massives Polizeiaufgebot umstellt und den Protestierenden keine angemessene Möglichkeit zur Äußerung ihrer Kritik erlaubt. Ministerpräsident Rüttgers ist letztlich mit etwas Verzögerung unter Polizeischutz eskortiert worden. „Der aktuelle Vorfall zeigt, wie nervös Herr Rüttgers doch ist, er hat die kommenden Wahlen so gut wie verloren!“ so Philip Tassev, Sprecher der Jugendbewegung.
Ein Anschluss an die heutigen Proteste ist in den Tagen um den 09.06. geplant, an dem ein bundesweiter Bildungsstreik angedacht ist. „Nur mit dauerhafter Präsenz und Druck können wir die Bedingungen fundamental verändern“ sagte Maura Magni zum Abschluss des Tages.